Hinterbliebenenrente der DRV hilft Familien Unterhalt zu sichern – Tag der Witwe am 23.06. eines jeden Jahres

Hamburg, 23.06.2024 (hrh). Die Deutsche Renten­ver­si­che­rung (DRV) zahlt nicht nur Renten an Personen aus, die die für die Berentung relevante Alters­grenze erreicht haben bzw. erreichen, sondern sieht auch Leistungen für Hinter­blie­bene vor. So kann eine Rente von Todes wegen zur Auszah­lung gelangen, wenn ein versi­cherter Ehegatte bzw. eine versi­cherte Ehegattin, ein Eltern­teil oder aber ein geschie­dener Ehegatte bzw. eine geschie­dene Ehegattin verstirbt oder verstorben ist. Der Begriff „Hinter­blie­be­nen­rente“ steht damit für die Witwer‑, die Witwen- aber auch für die Waisen­rente. Diese Rente ersetzt den Unterhalt, den die verstor­bene Person nicht mehr für die Familie aufbringen kann.

Deutsch­land­weit haben 2023 rd. 5,5 Mio. Menschen eine Hinter­blie­be­nen­rente von der DRV erhalten. „Typischer­weise denkt man bei Rentne­rinnen und Rentnern immer an ältere oder betagte Menschen“, analy­siert Erich Balser, der Vorstands­vor­sit­zende der Arbeits­ge­mein­schaft unabhän­giger Mitglie­der­ge­mein­schaften der Ersatz­kassen e. V. (AGuM), diesen Perso­nen­kreis. „Doch wenn man dann versteht, dass mehr als 650.000 dieser Personen im erwerbs­fä­higen Alter, also zwischen 20 und 64 Jahren alt sind, so muss dieses Bild doch revidiert werden.“ Es kommt mithin gar nicht so selten vor, dass diese Personen neben dem Renten­bezug auch noch einer Beschäf­ti­gung nachgehen.

Die Hinter­blie­be­nen­rente hätte ihre Unter­halts­funk­tion in den Fällen verloren, wenn alle Hinter­blie­benen einen bedin­gungs­losen Renten­an­spruch hätten. Dies ist jedoch nicht der Fall, da Personen mit einem guten Einkommen weniger bedürftig als Menschen mit deutlich gerin­gerem Einkommen sind. Da damit in einem mit Sozial­bei­trägen finan­zierten Sozial­staat nicht alle Versi­cherten einen Renten­an­spruch innehaben können, wurden Einkom­mens­grenzen definiert, die den Renten­bezug nicht gefährden. Nach der aktuellen Erhöhung zum 01.07. des Jahres beträgt ein Hinzu­ver­dienst, der auf den durch­schnitt­li­chen Netto­ver­dienst des Vorjahres abstellt, nun 1.038,05 EUR monatlich. Meinhard Johann­ides, der stell­ver­tre­tende Vorstands­vor­sit­zende der AGuM erklärt den Mecha­nismus dieses Systems: „Erst wenn diese Beträge überschritten werden, drohen überhaupt Anrech­nungen auf die Rente, mit der Folge, dass diese nicht mehr zu 100% ausge­zahlt wird. Eine Ausnahme gibt es jedoch bei den Waisen, die unbegrenzt hinzu­ver­dienen dürfen.“

Mit Blick auf die kosten­freie Service-Nummer der DRV, die 0800 – 1000 4800 lautet, fasst der Presse­spre­cher der AGuM, Prof. Dr. Hans‑R. Hartweg, zusammen. „Die Regel­werke sind genauso komplex wie die unter­schied­li­chen Fälle. Hier ist es eigent­lich immer geboten, sich direkt an die auskunfts­ge­bende DRV zu wenden. Die DRV hilft in solche Fragen weitrei­chend und gern.“ 

AGuM Presse­mit­tei­lung 05 2024 Juni 2024

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Die Versichertengemeinschaften, die sich in der AGuM zusammengeschlossen haben, beteiligen sich mit Listenverbindungen bei der DRV Bund und einigen regionalen Rentenversicherungsträgern an der Sozialwahl 2023, die am 31.05.2023 stattfinden wird. Darüber hinaus kandidieren die einzelnen Versichertengemeinschaften natürlich auch für die Verwaltungsratswahlen ihrer jeweiligen Krankenkasse.

Die AGuM eröffnet mit der Auflegung ihres neuen Flyers die Öffentlichkeitsarbeit für die Sozialwahl 2023.

Gleichzeitig weisen wir auf ein sehr geschichtsträchtiges Datum hin: Die Soziale Selbstverwaltung feiert am 18. Mai 2023 ihren 70. Jahrestag. Die Sozialwahlen, in der alle 6 Jahre die Gremien der Sozialen Selbstverwaltung gewählt werden, blicken auf eine 70-jährige Tradition zurück. Das Prinzip der deutschen Sozialversicherung beruht auf strengen basisdemokratischen Regelungen. Im Zentrum stehen die Mitgliederparlamente, die bei der Sozialwahl gewählt werden und die weitgehend die Geschicke der Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung bestimmen.

Der wesentliche Unterschied zu einem vom Staat bestimmten Sozialversicherungssystem besteht darin, dass die Betroffenen, nämlich die Versicherten, ihre Interessen selbst vertreten und Entscheidungen in ihren Belangen selbst herbeiführen können. Dieses basisdemokratische Verfahren ist ein hohes Gut, über das unsere Gesellschaft verfügt und das es zu stützen und abzusichern gilt. U.a. kann dies durch eine starke Beteiligung an den Sozialwahlen geschehen.

Die AGuM ruft hiermit alle Versicherten auf, sich an der Sozialwahl zu beteiligen; eine hohe Wahlbeteiligung garantiert den Fortbestand unserer selbstverwalteten Gesundheits- und Alterssicherungssysteme.

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